Presseanfragen &
Recherchen
Als unabhängiger Kinderschutzfachberater und Fachjournalist für Kinderschutz setze ich mich bundesweit für Transparenz in der Kinder- und Jugendhilfe und allen anderen den Kinderschutz betreffenden Themen ein.
Auf dieser Seite dokumentiere ich meine offiziellen Presseanfragen an Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Träger der Kinder- und Jugendhilfe.
Journalistische Sorgfalt und faktenbasierte Aufklärung stehen hierbei an erster Stelle.
RECHERCHE: Konzeption der gendersensiblen Wohngruppe "B40"
Gegenstand: Kinderschutzfachliche, entwicklungspsychologische und jugendhilferechtliche Prüfung der veröffentlichten Konzeption einer spezialisierten Wohngruppe hinsichtlich körperbezogener Maßnahmen und medizinischer Schnittstellen bei Minderjährigen
Adressat: timeout Stiftung gGmbH (Freiburg im Breisgau)
Status: Laufende Frist (Eingangsbestätigung liegt vor / Frist: 05.06.2026, 18:00 Uhr)
Offizielle Presseanfrage im Wortlaut:
Betreff: Presseanfrage zur Konzeption der gendersensiblen Wohngruppe "B40"
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen einer fachjournalistischen Recherche zur Entwicklung gendersensibler bzw. queerspezifischer stationärer Jugendhilfeangebote habe ich Ihre veröffentlichte Konzeption zur Wohngruppe „B40“ geprüft.
Dabei sind insbesondere mehrere Passagen aufgefallen, die aus kinderschutzfachlicher, entwicklungspsychologischer, medizinethischer sowie jugendhilferechtlicher Sicht erhebliche Fragen aufwerfen.
Dies betrifft unter anderem folgende Punkte Ihrer Konzeption:
- die „Begleitung des Coming-out-Prozesses“,
- die Unterstützung beim „richtigen Anlegen von Bindern“,
- die Unterstützung beim „richtigen Tucking“,
- die „Begleitung bei Arztbesuchen und einer möglichen Behandlung – Endokrinologie“,
- die Begleitung „um den Prozess der geschlechtsangleichenden Behandlung einleiten zu können“,
- sowie die intensive Begleitung von Minderjährigen mit Identitätskrisen, psychischen Belastungen, Depressionen, Suizidalität und weiteren psychiatrischen Problemlagen.
Vor diesem Hintergrund bitte ich um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Fachliche Grundlagen und Leitlinien
Auf Grundlage welcher fachwissenschaftlichen, medizinischen oder jugendhilferechtlichen Leitlinien erfolgt die pädagogische Begleitung körperbezogener Maßnahmen wie Binder-Nutzung oder Tucking bei Minderjährigen?
2. Kindeswohlprüfung
Wie wird im konkreten Einzelfall geprüft, ob geschlechtsbezogene Symptome möglicherweise Ausdruck anderer psychischer Belastungen oder Traumafolgestörungen sind?
3. Differentialdiagnostik
Welche fachlichen Standards bestehen zur differentialdiagnostischen Abklärung insbesondere im Hinblick auf:
- Traumafolgestörungen,
- Depressionen,
- Angststörungen,
- Autismus-Spektrum-Störungen,
- Persönlichkeitsentwicklungsstörungen,
- selbstverletzendes Verhalten,
- familiäre Belastungssysteme,
- sexuelle Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen?
4. Medizinische Schnittstellen
Welche konkrete Rolle nehmen pädagogische Fachkräfte Ihrer Einrichtung im Zusammenhang mit endokrinologischen Behandlungen Minderjähriger ein?
5. Verantwortung und Abgrenzung
Wie grenzen Sie pädagogische Begleitung von medizinischer oder identitätsaffirmativer Einflussnahme ab?
6. Minderjährigenschutz
Wie bewerten Sie die besondere Vulnerabilität der Zielgruppe im Alter ab 14 Jahren im Hinblick auf:
- Identitätsentwicklung,
- Suggestibilität,
- gruppendynamische Prozesse,
- psychische Krisenlagen?
7. Gruppendynamische Risiken
Welche Schutzmechanismen bestehen gegen mögliche soziale Verstärkungs- oder Anpassungseffekte innerhalb einer ausschließlich queerspezifischen Wohngruppe?
8. Elternrechte und Sorgeberechtigte
Wie wird mit Fällen umgegangen, in denen Sorgeberechtigte medizinische oder soziale Transitionen ihrer minderjährigen Kinder ablehnen oder kritisch sehen?
9. Risiken körperbezogener Maßnahmen
Welche gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit Binder-Nutzung oder Tucking werden den Jugendlichen vermittelt?
10. Wissenschaftliche Evidenz
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse oder Evaluationen stützen aus Ihrer Sicht die Annahme, dass identitätsaffirmative Konzepte innerhalb stationärer Jugendhilfe dem langfristigen Kindeswohl dienen?
11. Detransition und Re-Identifikation
Existieren innerhalb Ihres Konzepts fachliche Standards oder Unterstützungsangebote für Jugendliche, die ihre Geschlechtsidentität später anders bewerten oder eine Transition abbrechen möchten?
12. Fachaufsicht
Wurde die Konzeption der Wohngruppe dem zuständigen Landesjugendamt bzw. der Heimaufsicht vollständig vorgelegt und fachlich geprüft?
Falls ja:
- Gab es hierzu Auflagen,
- Empfehlungen,
- fachliche Hinweise,
- oder Beanstandungen?
13. Qualifikation der Mitarbeitenden
Welche konkreten Zusatzqualifikationen besitzen die Mitarbeitenden Ihrer Einrichtung insbesondere in den Bereichen:
- Geschlechtsdysphorie,
- Trauma,
- Kinder- und Jugendpsychiatrie,
- Entwicklungspsychologie Minderjähriger,
- Kinderschutz?
Ich bitte um eine schriftliche Stellungnahme bis zum 05.06.2026 um 18:00 Uhr.
Die Anfrage erfolgt im Rahmen einer journalistischen und fachlichen Recherche zur Entwicklung spezialisierter queersensibler Jugendhilfeangebote in Deutschland.
Hinweis zur Transparenz: Die timeout Stiftung gGmbH hat den Erhalt der Anfrage am 28.05.2026 bestätigt. Die inhaltliche Rückmeldung sowie die weiteren Ergebnisse dieser Recherche werden nach Ablauf der Frist lückenlos dokumentiert.
RECHERCHE: Informationsauslage der Stadtbibliothek Freiburg
Gegenstand: Prüfung von öffentlich zugänglichen Informationsmaterialien, Broschüren und Stickern im Publikumsverkehr auf Altersgerechtigkeit und Kriterien des Jugendschutzes
Adressat: Stadtbibliothek Freiburg
Status: Laufende Frist (gesendet am 27.05.2026 / Frist zur Beantwortung: 02.06.2026, 12:00 Uhr)
Offizielle Pressemitteilung im Wortlaut:
Betreff: Presseanfrage zur Auswahlliste "Kinder- und Jugendmedien - Thema: Toleranz" und begleitenden Informationsmaterialien
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrtes Presseteam der Stadtbibliothek Freiburg,
mein Name ist Dennis Engelmann, ich bin Fachjournalist für Kinderschutz und wende mich heute mit einer Presseanfrage bezüglich des Medienangebots und der Informationsmaterialien in Ihren Räumlichkeiten an Sie.
Mir liegen Bildmaterialien aus Ihren Auslagen vor (siehe Foto 1000399451.jpg im Anhang), welche das Deckblatt einer Broschüre mit dem Titel „Auswahlliste Kinder- und Jugendmedien – Thema: Toleranz“ mit dem Logo der Stadtbibliothek Freiburg zeigen. Unmittelbar daneben befinden sich im Publikumsverkehr frei zugänglich verschiedene Aufkleber und Sticker, unter anderem mit Motiven der Drag-Künstlerin „Dita Whip“ sowie Schriftzügen wie „Make Love and Fight Fascism“ und „Community – United We Stand! Divided We Fall!“.
Aus Gründen des Kinderschutzes sowie zwecks einer ausgewogenen und korrekten Berichterstattung bitte ich Sie höflich um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Kontext der Auslage: In welchem genauen zeitlichen und thematischen Rahmen (z. B. eine bestimmte Aktionswoche, ein dauerhaftes Informationsangebot) wurde bzw. wird die genannte Auswahlliste samt den dazugehörigen Stickern für die Öffentlichkeit bereitgestellt?
2. Zielgruppe und Altersfreigabe: An welche Altersgruppe richtet sich die im Dokument erwähnte Auswahl an Kinder- und Jugendmedien konkret? Gibt es für die daneben platzierten Sticker eine Altersempfehlung oder eine räumliche Trennung zum Kleinkindbereich?
3. Herkunft der Materialien: Wurden die begleitenden Werbesticker (u. a. von ditawhip.com) von der Stadtbibliothek Freiburg selbst offiziell beschafft und aktiv ausgelegt, oder handelt es sich um Fremdmaterialien, die von Dritten ohne Genehmigung dort platziert wurden?
4. Auswahlkriterien: Nach welchen Kriterien und pädagogischen Leitlinien erfolgt die Auswahl von Begleit- und Informationsmaterialien im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur an Ihrem Standort, insbesondere im Hinblick auf die Darstellung erwachsener Kunstformen (wie Drag) im Kontext von Kindermedien?
5. Jugendschutz und gesetzliche Vorgaben: Wie stellt die Stadtbibliothek Freiburg sicher, dass bei der frei zugänglichen Auslage von politischen und erwachsenenbezogenen Werbematerialien im Publikumsverkehr die gesetzlichen Kriterien des Jugendschutzes und des Schutzes von Minderjährigen im öffentlichen Raum gewahrt bleiben?
6. Aufsicht und Verantwortung: Welche internen Kontrollmechanismen greifen in Ihrer Einrichtung, um zu überprüfen, ob ausliegende Informationsmaterialien für Kinder- und Jugendliche altersgerecht sind, und wer trägt die redaktionelle bzw. pädagogische Verantwortung für diese spezifische Auslage?
Da ich für meinen Beitrag an Redaktionsfristen gebunden bin, bitte ich Sie um eine Beantwortung der Fragen bis zum 02.06.2026, um 12:00 Uhr.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Unterstützung und die Beantwortung der Fragen.
Hinweis zur Transparenz: Die Antwort der Stadtbibibliothek Freiburg sowie die weiteren Entwicklungen in dieser Recherche werden nach Ablauf der Frist unmittelbar an dieser Stelle dokumentiert.
